Gebrüder Weiss unterstützt den Meeresschutz
Alles für das Meer
Das Meer! Herrlich! Brausende Wellen, Salz auf der Haut, Sommerfrische und Sonnencreme. Für Menschen fernab einer Küste gehört das Meer oft zum Urlaub dazu. Andere nutzen die See zum Sport, gehen segeln oder tauchen – und anschließend wieder nach Hause. Dabei ist das Meer immer da: Es atmet für uns, es reguliert unser Wetter und hält das Klima in Balance. Ohne die beständigen Dienste der Ozeane wäre unser Leben ganz anders, und zwar unabhängig davon, ob wir in Österreich leben, in der Hafenstadt Hamburg oder Tausende Kilometer von der Küste entfernt irgendwo in Kasachstan.
Völlig zu Recht werden Wälder als die „grüne Lunge“ unserer Erde bezeichnet, weil insbesondere Regenwälder große Mengen an Kohlendioxid aufnehmen und Sauerstoff abgeben können. Wenn es um Klimaschutz geht, sind die Ozeane aber der deutlich größere Player: Sie nehmen rund ein Viertel des Kohlendioxids auf, das wir Menschen ausstoßen, und sie speichern mehr als 90 Prozent der überschüssigen Wärme, die der Treibhauseffekt erzeugt. Ohne diese gigantische Wärmepufferung läge die Durchschnittstemperatur der Erde heute um mehrere Grad höher. Zudem produziert das Meer mindestens die Hälfte des Sauerstoffs in unserer Atmosphäre! Die Hälfte! Das bedeutet, dass wir jeden zweiten Atemzug den Ozeanen verdanken. Und ohne Atem kein Leben.
Müssten wir die Meere da nicht wie Kostbarkeiten behandeln? Nun, in aller Regel ist das Gegenteil der Fall: Menschen überfischen und verschmutzen die Meere, sie pumpen Öl heraus und legen Kabel hinein. Delfine verheddern sich in Netzen, das Gefieder von Seevögeln verklebt durch Ölteppiche, in den Mägen von Schildkröten sammeln sich bunte Verschlüsse. Und auch wir Menschen haben längst Mikroplastik vom Müll in den Meeren in unseren Körpern – mit noch unerforschten Folgen. Das ist bitter, und es schadet uns allen. Denn die Ozeane sind nicht nur ein Urlaubsziel oder der Raum zwischen den Kontinenten, sondern unsere Lebensversicherung. Wer ihre Gesundheit bewahrt, schützt das Klima, die Artenvielfalt und damit auch die Grundlage menschlicher Zivilisation. Der Zustand der Meere betrifft nicht nur Küstenbewohnerinnen und -bewohner: Was in der Nordsee geschieht, beeinflusst das Wetter in den Alpen. Sterbende Korallenriffe bedeuten nicht nur den Verlust tropischer Postkartenfarben, sondern auch sinkende Fischbestände, was Folgen für die globale Ernährungssicherheit und damit auch für Preise und Märkte im Binnenland hat. Und die Erwärmung der Meere treibt Extremwetterereignisse an, die uns längst überall erreichen: Stürme, Dürren und Fluten.
Überall auf der Welt engagieren sich deshalb Menschen für den Schutz der Meere und damit für das gute Leben von uns allen. Der Hamburger Segler Boris Herrmann zum Beispiel bricht mit seinem Rennboot nicht nur Rekorde, sondern sammelt auch wissenschaftliche Daten über CO2-Gehalt, Mikroplastik und Wassertemperaturen in entlegenen Meeresregionen. Und dann ist da der Wassersportler und Klimaschützer Michael Walther mit seinem abenteuerlichen Weltrekordversuch: Mit seinem Stand-up-Paddle-Board (SUP) wollte er über den Atlantik fahren, unterstützt von Gebrüder Weiss. Dabei sollte es nicht vorrangig um die sportliche Herausforderung gehen. Mit seiner Aktion wollte Walther vielmehr ein Zeichen setzen für die Ausdauer und die Entschlossenheit, mit der wir Menschen uns dem Schutz der Meere widmen müssen. Zusätzlich wollte Walther in Zusammenarbeit mit einer Forschungseinrichtung wertvolle Daten sammeln, um den Meeresschutz voranzubringen. Seit 2008 wirbt Walther mit seinem Projekt „Zero Emissions“ für Klima- und Umweltschutz und wurde schon zuvor für außergewöhnliche Aktionen bekannt: Er paddelte bereits per SUP quer durch Deutschland und reiste mit einem Filmteam bis nach Island, um dort die Gletscherschmelze direkt vom SUP aus zu dokumentieren. Zwei Wochen nach dem Start in Lagos musste Michael Walther seine Atlantiküberquerung allerdings abbrechen: Auf Höhe der kanarischen Insel Fuerteventura kollidierte er mit einem im Wasser treibenden Objekt. Dabei wurde das Board so schwer beschädigt, dass eine Weiterfahrt unmöglich war.
Der Atlantiküberquerung stand Gebrüder Weiss als Logistikpartner aus gutem Grund zur Seite. Die Aktion knüpfte an frühere Engagements des Unternehmens an, wie etwa die Aktion GWcycles des Unternehmens, bei der für jeden gefahrenen Kilometer Plastik aus Flüssen und Küstenregionen Südostasiens entfernt wurde. Für Walthers Paddel-Abenteuer haben die Air & Sea-Kolleg*innen in Deutschland das spezielle, atlantiktaugliche Board zum Start nach Portugal transportiert und nach dem Abbruch wieder zurück nach Kiel gebracht.
Vielleicht wird sich Michael Walther zu gegebener Zeit noch einmal auf den langen Weg machen. Denn die Überquerung des Atlantiks ist halsbrecherisch und mutig, aber sie ist machbar, das haben schon andere gezeigt, die über den Ozean gerudert sind. Mittlerweile gibt es sogar Wettbewerbe, einen über den Atlantik, einen über den Pazifik. Männer und Frauen nehmen daran teil, solo oder im Team. Trotzdem bleibt so eine Überquerung eine Herausforderung, die Sportler*innen physisch und mental an ihre Grenzen bringt und, wie zu sehen war, auch unangenehme Überraschungen bereithält.
Wer sich von Michael Walthers Engagement anstecken lassen möchte, braucht aber kein Paddle-Board und muss für Meeresschutz nicht unbedingt zum nächsten Strand fahren. Man kann schon im Kleinen anfangen: beim kritischen Blick auf den eigenen Plastikverbrauch und beim bewussten Einkauf von Fisch aus nachhaltiger Quelle. Und das kann nun wirklich jede*r.
